13. Webmontag Talk Mannheim

Hallo zusammen,

ich liebe es über meinen Tellerrand zu kucken und mal hier und da etwas neues zu sehen, zu hören oder sonst zu erleben.

Am 04.03.2013 war ich zusammen mit Frank von den erdfischen auf dem 13.ten Webmontag Talk Mannheim.

Nach einer kurzen Stärkung im Restaurant Die Küche ging es dann direkt in den Webmontag hinein.

Vier Beiträge gab es am Abend.

Den Start machte Paul Beigang (@pauvince) mit seinem Vortrag zur Frontendperformance.

Obgleich ich ja kein Programmierer oder Designer bin, konnte ich doch ein paar Dinge mitnehmen. Zum Beispiel: 80% der Ladezeit einer Webseite entstehen durch das Frontend!

Warum ist die Ladegeschwindigkeit einer Webseite so wichtig? Zum einen, weil man dadurch ein Gefühl der Kontrolle hat, wenn eine Webseite schnell da ist. Man selbst kontrolliert das Web und nicht umgedreht. Zum anderen, weil es Spaß macht, wenn Webseiten schnell interagieren und „da“ sind. Man wartet nun mal nicht gerne, dass gilt doppelt für mobile Endgeräte, wie Smartphones, Tablets usw. usf.

In Zahlen gab es auch Beeindruckendes zu sehen. Anhand eines (ok, etwas älterem) Beispiels zeigte uns Paul, dass durch 5 sek. schnellere Ladezeit, werden 12% mehr Umsatz generiert und die Webseite benötigte 50% weniger Hardwareanforderungen (weniger Kosten).

Was kann man tun um sein Frontend zu optimieren?

Schritt 1: Veraltete Komponenten löschen.
Schritt 2: Komponenten zusammen fassen.
Schritt 3: Subdomain für statische Komponenten anlegen.
Schritt 4: effizientes Caching, unnötige Requests einsparen.
Schritt 5: Verlustfreie Datenkomprimierungen für Bilder nutzen.
Schritt 6: Lazy loading

Der ursprünglich geplante Beitrag 2 wurde nach hinten verschoben, als die Technik nicht mitspielen wollte.

Mit seinem Beitrag „Weniger“ kam als nächstes Matthias Orgler (@morgler) an die Reihe.

Im Prinzip ging es in diesem Beitrag um effizienteres arbeiten durch „Weniger“… Was weniger, werdet ihr euch vermutlich fragen. Die Antwort wäre: „Alles!“.

Dazu nannte Matthias uns entsprechend Beispiele. z.B. bei Meetings:

  • Weniger Personen! Nur wer wirklich unbedingt für das Meeting nötig ist wird eingeladen, bzw. nimmt teil.
  • Wer sich in einem Meeting „langweilt“, der geht raus (ggf. mit Aufforderung).
  • Weniger Gadgets – no gadget policy
    Ein Gadget ist ein technisches Objekt das zum Meeting keinen nutzen bringt.
  • Meetings haben immer einen Start und Endpunkt.
    Diese Zeiten werden strikt eingehalten. Dies nennt sich auch Timeboxing.
  • Meetings werden protokolliert

Ziel des ganzen: Durch die kürzeren Meetings und das Einhalten von Start und Endzeit können auch andere Termine geplant werden. Außerdem steigert sich der Fokus und Zielstrebigkeit innerhalb des Meetings.

Meine Meinung dazu: Auch wenn ich nicht 100% überzeugt bin, dass man alle Meetings nach diesen Methoden abhalten kann, könnte ich mir sicherlich Vorstellen einige Meetings nach diesem Schema abzuhalten und dadurch die Effizienz zu steigern. Gerade, weil manche Meetings, gefühlt, durchaus mal kürzer sein sollten und dürften.

Ein weiteres Beispiel war „Gründung eines Startups“.

  • Customer Development – Zuerst Kunden finden, die tatsächlich eine Lösung so dringend benötigen, dass Sie Geld dafür ausgeben würden. Dann erst mit dem Konzept und Produzieren der Lösung beginnen.
  • Weniger Dokumente, z.B. das Konzept via Scrumwall (eine Art Post-it-Wand) festlegen, da sich gerade in der Anfangsphase eines Startups viel ändern kann.
  • Buchempfehlung von Matthias dazu: 4 Steps to Epiphany von Stephen Blank

Die Software bzw. Lösung selbst kann auch nach dem Weniger-Prinzip ggf. besser funktionieren.

  • Weniger Features. Nur was nötig ist. Es verleiht dem Programm, der Lösung einen eigenen Charakter.
  • Lean Startup
  • Weniger Features bieten die Möglichkeit ein besseres Feedback zu erhalten.

Im nächsten Beitrag erfuhren wir von Marcus Birkmeir wie die Stadt Ludwigshafen ein „Neues Gesicht“ bekommt. (Relaunch)

Sehr ausführlich erfuhren wir wie die Einschätzung der „alten“ Marke durchgeführt wurde und welche Schritte zum Relaunch und dem neuen Logo der Stadt Ludwigshafen durchgeführt wurde.

Ich fand diesen Vortrag für mich nicht so sehr Interssant. Doch war es sehr schön auch mal so eine Entstehungsgeschichte und den Prozess dazu erläutert zu bekommen.

Im letzten Beitrag ging es Bastian Allgeier (@bastianallgeier) um das Thema: „Photoshop hat ausgedient, Photoshop vs Browser“

Warum im Browser designen?

  • Schneller Designprozess als mit Photoshop
  • Neue Design Schwerpunkte. Man hat weniger „sinnlose“ Details, in denen man sich dann auch nicht verlieren bzw. verzetteln kann.
  • Näher am Endprodukt gestalten.
  • Einfachere Abstimmung mit dem Kunden. Der Kunde sieht das Design genauso wie es später am Endprodukt aussehen soll.
  • Bessere Zusammenarbeit mit dem Entwicklern.

Auch einige Werkzeuge, die man nutzen sollte beim Designprozess stellte Bastian uns vor.

Z. B. Werkzeuge wie: aktueller Browser z. B. Firefox oder Google Chrome, ein Text editor z. B. Notepad++, Papier, Stift und Pipette, Color Snapper, „Whatthefont plug-in“ und ein FTP Programm (zur Dateiübertragung) z. B. FileZilla.

Bastian ging noch genauer auf die einzelnen Designschritte ein und zeigte an einer Beispielseite für den Webmontag die Herangehensweise.

 

Ich fand den 13. Webmontag toll und hatte im Anschluss noch ein tolles Gespräch, bevor es Richtung Heimat ging.

Ich kann jedem nur empfehlen, mal einen Webmontag zu besuchen. Sei es nun den Webmontag Mannheim, oder in anderen Städten.

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2 Kommentare zu 13. Webmontag Talk Mannheim

  1. Paul sagt:

    Danke für deine Zusammenfassung,
    beim ersten Talk muss es aber heißen

    „Schritt 3: Subdomain … “ statt „Schritt 3: Subkontinent …“

    Grüße

    • nerdaxt sagt:

      Danke für den Hinweis.
      Ich habe Teile meines Mitschrifttextes vom Tablet verwendet und da spielt manchmal die Autokorrektur nicht so mit (bzw. spielt mir Streiche wie Subkontinent, anstelle Subdomain…).

      Ist natürlich auch keine Ausrede, dass es mir beim Korrekturlesen absolut nicht aufgefallen ist. 😉
      Ich habe es korrigiert.

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