Saarcamp – ein Rückblick

 

Das diesjährige Saarcamp war für mich ein sehr informatives Barcamp! Am 25.05. und 26.05.2013 fand es statt. Ein auch für mich wichtiger Termin, denn der 25.05. ist der alljährliche Towelday (Wikipedia)!

Dementsprechend habe ich lange vorher auf das Saarcamp hin gefiebert. Eine Party mit dem Thema Towelday war bereits für den Samstagabend angekündigt. Ich mag die Per Anhalter durch die Galaxis Reihe von Douglas Adams.

Mein Saarcamperlebnis begann am 24.05. mit der Startup-Party im Coworking Space Ligatura. Man musste zwar etwas suchen, aber im Laufe des Abends kamen wohl alle rechtzeitig an. Die Verpflegung wurde vom Koch Kommando mit 100% vogonischen Gedichten veganischen Gerichten sichergestellt.

Koch Kommando möchte mit Ihrem Catering keinen Profit (non-profit) erwirtschaften und so wurden 2,50 Euro pro Person für die gebotenen Speisen erbeten.
Wie die Meisten, habe ich jedoch etwas mehr in die Sammelbox getan, alleine weil ich einige angebotene Gerichte, so noch nie gegessen hatte. Danke für das kulinarische „Über-den-Tellerrand-schmecken“ 🙂

Es war ein sehr schöner Abend zum Netzwerken, quatschen und in entspannter Atmosphäre neue Leute kennen zu lernen.

Das Saarcamp 2013 – Tag 1

Das Saarcamp fand in den Räumen der HTW Saarland statt. Für den geneigten kaffeetrinkenden Barcamper muss hier mal ganz lobend gesagt werden: Der Kaffee war super! Geschmacklich gut und stets gut erreichbar mit, wenn überhaupt, minimalen Wartezeiten.

Besonderen Dank an Personello für das tolle personalisierte Barcamp-Handtuch. Nach einem kurzen Frühstück ging es an die Vorstellungsrunde und an die Sessionplanung. Hier könnt ihr den Sessionplan für Tag 1 einsehen.

Vorbereitung der Sessionplanung Saarcamp 2013 -> Twitterwall im Hintergrund

Vorbereitung der Sessionplanung Saarcamp 2013 -> Twitterwall im Hintergrund

Die erste Session, das Saarcamp beginnt.

Mein Tag begann mit der Session „Autoerotische Unfälle“ von Sarah, die ich damals auf dem Stuttgarter Barcamp verpasst hatte.
Sarah und ihr Vortragspartner gingen das Thema sehr Souverän, teils lustig, mit teilweise erschreckendem Bildmaterial und mit zumeist recht plastischen Umschreibungen an. Nichts für Menschen mit einem überaktiven Kopfkino in Kombination mit einem schwachen Magen.

Es ging weiter mit einem sehr interessanten Vortrag von Krimiauthorin Elke Schwab zum Thema: „Krimi schreiben, kann ich das?“. Es wurden nicht nur super Ratschläge zum schreiben eines eigenen Krimis / Buches gegeben, sondern auch Themen wie Selbstpublishing, vom Manuskript zum Buch und Informationen zum finden eines Verlages wurden behandelt. Leider lief Elke Schwab zum Schluss ein wenig die Zeit davon, aber zum Glück kann man ja in den Pausen die Mitbarcamper/-innen ansprechen.

Anschließend ging es zum Mittagessen in die Mensa des HTW Saarland.

Eine Unterbrechung im Flauschgefüge…

Kommen wir zu einem „ersten Mal“ auf einem Barcamp. Kurz nach dem Mittagessen wurde zum ersten Mal mein eigenes Flauschgefüge innerhalb eines Barcamps erschüttert.
Es war nur ein Kommentar an mich, recht zynisch, so von wegen NFC (Ich hielt später eine Session zu NFC), das Thema und damit auch ich gehöre, ja gar nicht hierher.
Ich ignorierte das, ging weiter, war aber verwundert.

Bisher hatte ich noch nie auf einem Barcamp eine negative Einstellung eines Teilnehmers erlebt, nicht mir gegenüber, nicht anderen gegenüber. Das andere Menschen andere Meinungen haben und diese ggf. leidenschaftlich vertraten, ja klar… aber dieses „Geht ja gar nicht, gehört nicht hierher!“… also eine Generalverweigerung sozusagen, hatte ich noch nie erlebt.

Nach dem Essen ging es weiter mit einer Minisession von Nico Maas (nur 30 Minuten) zum Thema Raspberry Pi. Vermutlich war ich etwas zu abgelenkt in der Session, so dass ich leider nicht alles mitnehmen konnte.

Ich beschloss den „Vorfall“ zu ignorieren und freute mich auf die nächste Session.

Mein Highlight des Tages 1

Nun kam meine Highlightsession des ersten Tages: „Lady Gaga Secret Video oder Security Update“ von Michael Schommer. Ich hatte schon auf dem Stuttgarter Barcamp den ersten Securityvortrag von ihm gehört und hier führte Michael das Thema sehr souverän fort. Ich kann gar nicht alles aufzählen: Von Passwortsicherheit, dem Aufwand zum Knacken eines Passwortes, Captchas, two-factor-Authentifizierung und vielem mehr, war dies ein hochinteressanter Vortrag.

Ich war sehr erfreut, als ich folgenden Tweet von Michael gelesen habe:

Die eigene Session: NFC und ich

Anschließend ging es mit meiner eigenen vorbereiteten Session los.
Das Thema: NFC und ich. Mir war es zwar etwas mulmig zu Beginn und ich hoffe, man sah mir das nicht so an. (Foliensatz gibt es hier gezippt als PDF oder als Power Point)

Ich versuchte meinen Sessionteilnehmern einen kleinen Einblick in die NFC-Technik zu geben und darauf hinzuweisen, was man selbst mit NFC alles machen kann. Wo man NFC-Tags kaufen kann und auch ein paar Tipps zu entsprechenden Apps zu geben. Sehr schön fand ich die angeregte Fragerunde zum Schluss der Session, bei der ich hoffentlich alle Fragen beantworten konnte. Nach der Session hatte ich das Gefühl, dass sie doch recht gut angenommen wurde.

Towelday – 42 oder mehr Saarcamper machen PARTY! (Don’t Panic!)

Milliways

Milliways

Die Party ging ca. 18 Uhr herum los. Ich bunkerte meine Tasche im Auto und holte meinen extra organisierten Bademantel, zu dem ich mir eine obskure und hoffentlich genügend skurrile Geschichte ausgedacht hatte. War ja schließlich ein Star Trek Mantel in „Captain-gelb“, oder war das „Captain-Gold“?

Die Story: „Ich war NICHT Arthur Dent, wie die meisten Mantelträger. Nein, ich war Zaphod Beeblebrox, Captain der Herz aus Gold. Durch seine Reisen mit „Erdlingen“ hat Zaphod nach der „Standardkleidung“ von „Erdlingen“ gesucht, also seiner Meinung nach. Da Arthur Dent ja ständig in so einem „Mantel“ herumlief und musste sich Zaphod bei einem anderen Captain einen dieser Mantel „borgen“. Es musste ein Mantel eines Captain sein, schließlich konnte Zaphod ja nicht „underdressed“ eine Party „crashen“! Also kurz den unendlichen Unwahrscheinlichkeitsantrieb angeworfen, ohne korrektes vorwärmen des braunschen Bewegungserzeugers (der Tee war nicht richtig heiss!) landete man, am fast falschen Ort (Raumschiff Enterprise, aber da gab es ja auch „Erdlinge“!). Die waren freundlich und Zaphod „borgte“ sich einen Mantel. Dann konnte er zurück durch die Zeit auf die Erde eine weitere Party crashen. Sowas kann nun mal passieren, wenn man ohne richtig heissen Tee und einem pangalaktischen Donnergurgler in der Hand versucht ein Raumschiff zu steuern.
Wer interessiert fragte, bekam freundlich mitgeteilt, das Zaphods zweiter Kopf sich gerade auf Galumbris III in Urlaub befand und damit er, also der Zweitkopf, nicht „arm dran“ war, nahm er den dritten Arm einfach mit.“
Daher also „der Mantel“…

"Der Mantel" -> Foto von Bianca Gade

„Der Mantel“ -> Foto von Bianca Gade

Die Party lief, alles schien gut und sogar die Partymäuse hingen ab!

Echt abhängende Partymäuse :)

Echt abhängende Partymäuse 🙂

 

Die zweite Störung im Flauschgefüge…

Die Party war bereits ein wenig fortgeschritten und ich hatte Spaß. Nette Unterhaltungen und eine tolle Cocktailbar. Bis ich von jemanden angesprochen wurde:“Das ist ja ein StarTrek Mantel. Das geht ja gar nicht.“… Es wäre ja völlig falsch und unmöglich auf einer Toweldayparty mit einem StarTrek Bademantel herum zu laufen, total unrealistisch und unpassend… Der Tonfall meines Gegenübers war aggressiv, schnippisch, streitlustig und es klang sehr „absolut“ (im Sinne von endgültig)… und vor allem war ich erst einmal platt.

Mir fiel der „Vorfall“ vom Mittag ein und obwohl das hier eine ganz andere Person war, traf es mich. Hier, für das was von mir folgte, muss ich mich bei demjenigen von der Party entschuldigen.
Ich war in jenem Moment einfach… keine Ahnung? Sauer? Entsetzt, weil es zum zweiten Mal so klang, als wäre ich nicht willkommen… also, als ob ich gar nicht da sein durfte.

Ist natürlich ein wenig viel hinein interpretiert, aber das ging mir in wenigen Sekunden durch den Kopf. Und bevor ich wirklich nachdenken konnte, übernahm mein innerer „Höhlentroll“ das Ruder.

Ich fragte denjenigen ob er ernsthaft jetzt Korinthen kacken möchte, oder ob er nicht lieber die Party genießen will. Mein Tonfall war auch nicht gerade der freundlichste und das tut mir Leid. Als der Satz aus mir raus war, wusste ich schon:“Ganz toll Mist gebaut!“.

Ich hätte besser reagieren müssen und denjenigen Fragen, ob er bei „SciFi“, insbesondere den „Fictions“-teil, tatsächlich eine Realismusdiskussion mit mir beginnen möchte, oder ob er sich nicht lieber an meiner hoffentlich lustigen Geschichte erfreuen möchte. Auch mein Tonfall hätte freundlicher ausfallen können… Doch die Gäule waren schon durchgegangen und der innere „Höhlentroll“ hatte gegrunzt… *hmpf*

Hätte… Sollte… Ganz toll, mal wieder, wie die Axt im Walde, Blödsinn von mir gegeben. Also ich ging erst einmal eine Weile den anderen Partygängern aus dem Weg. Ich blieb noch ein wenig und ärgerte mich am meisten über mich selbst.

So endete dann meinen Partyabend etwas früher und ich blieb nicht bis zum Schluss.

Saarcamp 2013 Tag 2 – Neuer Tag, neues Glück!

Hier findet man den Timetabler für den Tag 2.

Mein zweiter Tag begann mit einer super Sitzung von Roland zum Thema: „It’s all about games. Really?“ Sehr guter Vortrag und eine anschließend sehr interessante Diskussion zum Spielejournalismus in Deutschland. Hier erhielt ich beim reingehen in die Session, ich war etwas zu spät dran, von Roland überschwenglich positiven Feedback zu meiner NFC Session vom Vortag. Wow, da war ich dann doch etwas platt.

In meiner letzten Session auf dem Saarcamp, da ich leider etwas früher nach Hause musste, habe ich mir von Ingo einen Quadrokopter vorführen lassen. Interessante Fakten, z.B. dass man eine eigene Haftpflichtversicherung für seinen Mini-Heli bzw. Quadrokopter abschließen sollte und eine kurze Flugvorführung rundeten mein Saarcamp 2013 ab.

Quadrokopter mit GPS und Landestützen aus dem 3D Drucker

Quadrokopter mit GPS und Landestützen aus dem 3D Drucker

Ich blieb noch zum Mittagessen um Torsten noch einige Inhalte meiner NFC Session nahe zu bringen, da er es nicht zur Session selbst geschafft hatte. Zusammen mit Daniel und vorher auch noch mit anderen Barcampern, konnte ich noch ein wenig über NFC reden, Fragen beantworten und einen für mich doch sehr positiven Abschluß für das Saarcamp finden.

Lob und Dank

Ganz tolles Lob an das Orga-Team für ein sehr interessantes Wochenende mit vielen Details und Infos. Leider, hier muss mal zu recht gejammert werden, gibt es auf der Saarcamp Webseite keinen eigenen Punkt bzw. Gruppe Orga.
Aus dem Kopf heraus alle Teammitglieder der Orga zu benennen, wäre für mich als Saarcamp-zum-ersten-Mal-Besucher auch schwierig.

Danke nochmals an Bianca Gade (hier geht es zu ihrer Webseite ChiliConCharme) für das zur Verfügung stellen meines „Mantel“-Fotos.

Danke an alle Sponsoren, die dass alles möglich gemacht haben:
(Saarcamp Sponsoren: Reihenfolge ist alphabetisch sortiert)

Dieser Beitrag wurde unter Barcamp, Interessantes aus der Welt, Technik und IT, Veranstaltung abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Kommentare zu Saarcamp – ein Rückblick

  1. Bianca Gade sagt:

    Hallo Mathias,
    Mensch, die Nörgler sind aber wirklich ärgerlich. Es tut mir leid, dass dir das ausgerechnet auf einem Saarcamp passiert ist 🙁 Ich fand Deinen Mantel super, sonst hätte ich Dich auch nicht fotografiert. Und warum bitte soll NFC nicht auf ein Barcamp passen? Dann passt doch wohl eher der Gleitschirm nicht rein, den ich am zweiten Tag zeigte. Ich kann Deine Reaktion ist doch nur allzu menschlich. Mach Dir keine Vorwürfe deswegen.

    Wg der Saarcamp-Orga Seite: Wir hatten bisher keine, da wir eigentlich ziemlich viele sind und der eine mal mehr, der andere weniger gemacht hat. Jeder, wie er Zeit und Möglichkeiten hatte. Es gibt folglich ein Kernteam, doch noch ein paar Tage zuvor musste ich selbst mal fragen, wer jetzt alles ein Orga-Lanyard bekommt. Alles nicht so einfach, manchmal 😉

    Hab ganz lieben Dank für Dein tolles Recap und Trolle hin oder her: Du BIST IMMER willkommen, was ich von nicht konstruktiven Nörglern nicht behaupten kann…

    LG Bianca

  2. Hallo Bianca,

    Danke. Ich war gern auf dem Saarcamp und ich werde nächstes Jahr gern versuchen wieder mit dabei zu sein.

    Auch wenn meine Reaktion ggf. menschlich war, so ärgert es mich immer sehr, wenn mein innerer „Höhlentroll“ die Regie übernimmt.

    Und wegen der Orga vom Saarcamp. Also, wenn selbst Du nachfragen musstest, dann ist das wohl manchmal wirklich nicht so einfach. 🙂

    Hm, ich fände ich es gut, wenn ihr ggf. beim nächsten Mal euch ein paar Minuten Zeit nehmt, um das Orga-Team vorzustellen. Also vor der Tag 1 Sessionplanung, sozusagen als Vorstellungsrunde, vor der Barcamp-Vorstellungsrunde 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sicherheitsabfrage zum Schutz vor automatisiertem Spam: * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.